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Pressemitteilung vom 16. August 2009

Weite Wege für Zweibrückens Schachspieler

Mitgliederschwund zwingt den Schachbund zur Neuordnung seiner Bezirke.

Eine unterbesetze Liga in der Südwestpfalz bereitet dem Pfälzischen Verband bereits seit längerem Sorgen. Da auch zukünftig keine Besserung in Sicht ist, ziehen die Verantwortlichen nun Konsequenzen und legen zwei Spielklassen zusammen.

Zweibrücken. Die längste Anfahrt zu einem Auswärtsspiel in der Schach-Bezirksliga verdoppelt sich in der kommenden Saison auf fast 80 Kilometer. Besonders die Spieler aus dem Pirmasenser Stadtteil Ruhbank und Zweibrücken müssen sich dann noch mehr Sitzfleisch antrainieren, denn ihre Gegner sind künftig weiter entfernt. Wegen des anhaltenden Mitgliederschwunds verschmelzen die Bezirksligen aus Süd- und Nord-West zur Bezirksliga West. „Die Mitgliederzahlen sind in jedem Bezirk des Pfälzischen Schachbundes (PSB) leicht rückläufig. Die Vereine müssen sich dieses Problems annehmen“, beschreibt PSB-Präsident Bernd Knöppel die aktuelle Entwicklung und weist auf die Notwendigkeit einer engagierten Nachwuchsarbeit hin. Dass diese gerade bei Randsportarten kein Selbstläufer ist, musste die Südwestpfalz in der Vergangenheit bereits schmerzvoll erfahren. Mit Contwig und Erfweiler gingen schon zwei traditionsreiche Vereine zu Grunde. Immer mehr Einschränkungen hielten den Schach-Spielbetrieb rund um Pirmasens und Zweibrücken zuletzt am laufen. Bezirksspielleiter Ralf Henkel: „Viele Spieler benachbarter Regionen kritisierten zunehmend, dass der Aufstieg in die zweite Pfalzliga West bei uns vergleichsweise einfach erreicht werden könne.“ Wie aus dem Umfeld des Verbands zu erfahren war, sollten deswegen jedoch erst zu Beginn der Spielzeit 2010-2011 Maßnahmen ergriffen werden. Der Zustand konnte jedoch nicht weiter ignoriert werden. „Nur zwei Vereine haben mitgeteilt, dass sie eine Mannschaft mit acht Spielern stellen können“, verkündete Bernd Knöppel im Juni auf einer Ausschusssitzung des Verbandes und stellte damit klar, dass unter diesen Umständen „in der kommenden Saison kein Spielbetrieb mehr hätte stattfinden können.“ In Absprache mit den Vereinen verständigte man sich darauf, die beiden Bezirksligen Süd-West und Nord-Ost zu einer Bezirksliga West zusammenzulegen. „Ich erachte diese Entscheidung für die betroffenen Bezirke als gut und sinnvoll“, äußerte sich der PSB-Präsident erleichtert. „Mit dem Verlust des direkten Aufstiegsplatz verliert der Bezirk Teile seine Eigenständigkeit“, beobachtet Ralf Henkel als Bezirksspielleiter dagegen kritisch. Als Spieler könne er aber mit der Lösung zufrieden sein, zumal sie „unter den gegeben Umständen die bestmögliche“ sei. Für die Zweibrücker Schachspieler bringt die Änderung neue Herausforderungen, aber auch viele Unbekannte mit sich. Mit Rammelsbach, Hütschenhausen oder auch Winnweiler trifft die dritte Mannschaft des SKZ in der Bezirksliga nun auf Gegner, denen man in einem Punktspiel zuvor noch nie gegenüberstand. Spannung garantiert die neue Spielklasse allemal; In einer Übergangsaison soll die Zahl der Mannschaften gleich im ersten Jahr von bisher zwölf auf zehn reduziert werden. Als zusammengelegte Liga erhält man im Gegenzug aber auch zwei Aufstiegsplätze. Als letzter Titelträger der Bezirksliga Süd-West schaffte es Zweibrücken II in der letzten Saison in die zweite Pfalzliga West. Der SKZ tritt damit in dieser Klasse mit zwei Teams an. Zwei weitere Mannschaften schickt der Verein im kommenden Jahr in der Kreisliga ins Rennen.

David Semmet


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aktualisiert am 02.09.2009