Schachklub 1905 Zweibruecken e.V.

Pressemitteilung vom 23. Februar 2003 an den „Pfälzischen Merkur“:

SKZ-„Vierte“ macht es kurz und schmerzlos

Eitel Sonnenschein und blankes Entsetzen. Mit diesen beiden Extremen wurden die Schachsportler des SK 1905 Zweibrücken am vergangenen Sonntag konfrontiert. Während sich die vierte Mannschaft klar auf Meisterschaftskurs befindet, herrscht im Lager der „Ersten“ Ratlosigkeit.

„Hauptsache gewonnen. Wie, ist doch egal.“ Dies sagte Michael Scheib, der Mannschaftsführer des SK Eisenberg, als der knappe 4,5:3,5-Auswärtssieg seines Teams bei der ersten Garnitur des SK Zweibrücken am Sonntagnachmittag feststand. Das Duell zwischen den Rosenstädtern und den Eisenbergern in der achten und vorletzten Runde der Zweiten Pfalzliga West wurde nicht in erster Linie durch das spielerische Können der Gäste entschieden, sondern vielmehr durch Unzulänglichkeiten der Einheimischen. In Bestbesetzung angetreten, wollte der Aufsteiger aus Zweibrücken endlich die ersten Punkte des Jahres 2003 einfahren, nachdem es zuletzt zwei herbe Niederlagen gegeben hatte. Die Rechnung des SKZ schien auch aufzugehen, drehte man doch einen 0:1-Rückstand schnell in eine 3:2-Führung um. Zu diesem Zeitpunkt schien alles auf einen Sieg der Zweibrücker hinauszulaufen - sollten die noch nicht beendeten Partien einen normalen Verlauf nehmen. Doch dies taten sie nicht: Zunächst wurde ein praktisch schon gewonnenes Spiel durch einen überhasteten Zug unmittelbar nach (!) der Zeitnotphase vergeigt; mit viel Glück konnte der Zweibrücker Akteur wenigstens noch das Remis retten. Einer seiner Mitspieler verlor wenig später in ausgeglichener Position durch Zeitüberschreitung. Und auch in der letzten noch laufenden Begegnung gab es nichts mehr zu holen, so dass am Ende eine deprimierende 3,5:4,5-Schlappe für den SKZ stand. Die Brettpunkte für den enttäuschten Aufsteiger holten Ralf Henkel und Klaus Lenhard mit Gewinnpartien sowie Jörg Christiani, Peter Schwichow und Christian Klug mit Punkteteilungen. Vor der Finalrunde (am 23. März in Kaiserslautern gegen das neue Schlusslicht SV Weilerbach) hat Zweibrücken 6:10 Zähler auf dem Konto. Die Chancen stehen gut, dass dies zum angestrebten Klassenerhalt reicht.

Wesentlich mehr Freude bereitet derzeit die „Vierte“ des SKZ. In der siebten Runde der Kreisklasse gab es für den Tabellenführer aus der Rosenstadt den sechsten Saisonsieg: Mit einem glatten 4:0 wurde die dritte Mannschaft der SF Althornbach an deren eigenen Brettern geschlagen. Bereits zum dritten Mal in der laufenden Spielzeit wurde somit einem Gegner die „Höchststrafe“ verpasst. SKZ-Kapitän Wolfgang Sax kommentierte das Geschehen gegen das noch immer sieglose Schlusslicht folgendermaßen: „Kurz und schmerzlos, klar und deutlich, ohne Wenn und Aber. Mehr gibt es nicht dazu zu sagen.“ Für den SKZ, der nur noch einen Zähler aus zwei Spielen benötigt, um als Meister und Aufsteiger in die Bezirksklasse festzustehen, waren Wolfgang Sax, Verena Wolf, Steffen Sax und Christoph Wolf erfolgreich. Am 23. März kann nun im Heimspiel gegen den SK Dahn IV alles klargemacht werden. Ein winziges Pünktchen fehlt noch!
Peter Schwichow


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aktualisiert am 09.03.2003